Qambria erhält 2 Millionen Franken für Quantencomputing

Qambria erhält 2 Millionen Franken für Quantencomputing

Das Start-up Qambria aus Steckborn hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 2 Millionen Franken abgeschlossen. Zusätzlich erhält das 2025 gegründete Unternehmen 850'000 Franken von Innosuisse. Mit dem Kapital will Qambria Quantenprozessoren enger mit klassischen Hochleistungsrechnern verbinden.

Quantencomputer sollen nach dem Ansatz von Qambria klassische Rechner nicht ersetzen, sondern diese als spezialisierte Beschleuniger ergänzen. Das Thurgauer Start-up entwickelt dafür eine herstellerunabhängige Infrastruktur, mit der Quantenprozessoren direkt in bestehende High-Performance-Computing-Systeme (HPC) integriert werden können.

Eine zentrale Herausforderung liegt dabei nicht nur bei den Quantenprozessoren selbst. Damit diese effizient eingesetzt werden können, müssen klassische Systeme unter anderem Rechenaufträge koordinieren, Daten bereitstellen und die Fehlerkorrektur in Echtzeit unterstützen. Genau an dieser Schnittstelle zwischen klassischem Hochleistungsrechnen und Quantencomputing setzt Qambria an.

Die Technologie des Unternehmens umfasst mehrere Komponenten. «Keystone» soll klassische und Quantenberechnungen als gemeinsamen Rechenauftrag koordinieren. «SQC» stellt nach Angaben von Qambria einen deterministischen Datenpfad mit sehr geringer Latenz bereit, während «TCE» die Quantenfehlerkorrektur programmierbar halten soll, statt sie fest in Hardware abzubilden. Für TCE ist ein Patent angemeldet.

Internationale Investoren beteiligen sich

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde vom Frontier Investment Track von Syntropy. Ebenfalls beteiligt sind Qbeat Ventures, Kensho VC, BC Growth Equity und QAI Ventures. Zusätzlich zur Pre-Seed-Runde über 2 Millionen Franken hat Qambria einen Förderbeitrag von 850'000 Franken von der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse erhalten.

Qambria setzt dabei nicht auf die Herstellung eigener Hardware. Stattdessen will das Unternehmen seine Technologie lizenzieren. Hersteller von Quantenhardware, Integratoren von Hochleistungsrechnern und Betreiber von Rechenzentren sollen die Steuerungs- und Orchestrierungstechnologie in ihre bestehende Infrastruktur integrieren können.

Hinter dem 2025 gegründeten Start-up steht Gründer und CEO Dominik Ulmer. Zum Führungsteam gehört zudem CTO Jens Krüger. Insgesamt verbindet Qambria Kompetenzen aus Quantencomputing, High-Performance Computing und künstlicher Intelligenz.

Text: pd/red

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