Smartphone ist in der Schweiz meistgenutztes Zahlungsmittel

Smartphone ist in der Schweiz meistgenutztes Zahlungsmittel

In der Schweiz wird erstmals häufiger mit dem Smartphone bezahlt als mit Debitkarte oder Bargeld. Mobile Zahlungen erreichen einen Anteil von 28 Prozent und liegen damit vor der Debitkarte mit 27 Prozent sowie Bargeld mit 25 Prozent. Das zeigt der aktuelle Visa Payment Monitor 2026.

Die Ergebnisse basieren auf einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Studie von Visa und dem Marktforschungsinstitut forsa. Untersucht wurden Zahlungsgewohnheiten, Erwartungen und Sicherheitsaspekte im Schweizer Zahlungsverkehr.

Sicherheit vor Tempo

Sicherheit bleibt der wichtigste Faktor beim Bezahlen. 63 Prozent der Befragten nennen sie als entscheidendes Kriterium, gefolgt von Schnelligkeit mit 52 Prozent und einer möglichst breiten Akzeptanz mit 50 Prozent. Trotz anhaltendem Vertrauen in Bargeld bevorzugt die Mehrheit digitale Zahlungsmethoden.

Fast die Hälfte der Befragten führt Bargeld primär aus Sorge mit sich, an gewissen Orten nicht digital bezahlen zu können. Diese Erwartung wirkt sich direkt auf den Handel aus. 32 Prozent meiden Geschäfte, die ausschliesslich Bargeld akzeptieren. Damit zeigt sich die Schweiz deutlich digitalaffiner als Deutschland und Österreich.

Junge treiben Digitalisierung an

Besonders ausgeprägt ist der Trend bei den 18- bis 35-Jährigen. Zwei Drittel dieser Altersgruppe bezahlen bereits regelmässig mobil. 72 Prozent erwarten, dass digitale Zahlungen heute überall möglich sein sollten. Auch neue staatliche Digitalangebote stossen bei jungen Erwachsenen auf Akzeptanz. 65 Prozent planen, die kommende Schweizer e-ID zu nutzen, sobald sie verfügbar ist.

Smartphone schlägt Portemonnaie

Im Alltag gewinnt das Smartphone weiter an Bedeutung. 59 Prozent der Befragten würden sich beim Verlassen des Hauses im Zweifel für das Smartphone und gegen das Portemonnaie entscheiden. Das ist der höchste gemessene Wert seit Beginn der Erhebung und ein deutlicher Anstieg gegenüber 2022. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz auch hier vorne. Mobile Zahlungen sind stärker verbreitet und selbstverständlicher in den Alltag integriert.

Vertrauen bleibt zentrale Hürde

Mit Blick nach vorne geht rund die Hälfte der Bevölkerung davon aus, dass Bargeld in fünf Jahren keine zentrale Rolle mehr spielen wird. Gleichzeitig bestehen Vorbehalte gegenüber neuen Zahlungsformen.

Echtzeitüberweisungen werden zwar bereits genutzt, dennoch äussern 72 Prozent weiterhin Sicherheitsbedenken, insbesondere wegen fehlender Rückbuchungsmöglichkeiten. Ähnlich zurückhaltend zeigt sich die Bevölkerung bei digitalen Identitäten. Datenschutz und Gerätesicherheit gelten als zentrale Risiken, auch wenn der praktische Nutzen grundsätzlich anerkannt wird.

Text: pd/red

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