Tier&Technik 2026: Digitalisierung wird zum zentralen Thema

Digitale Systeme, Automatisierung und KI verändern die Landwirtschaft zunehmend. An der Tier&Technik 2026 in St.Gallen stehen konkrete Anwendungen im Zentrum, die zeigen, wie sich Produktion und Betriebsführung technologisch weiterentwickeln.
Die Tier&Technik stellt ihre 24. Ausgabe unter das Leitthema «Landwirtschaft 4.0». Vom 19. bis 22. Februar 2026 präsentieren über 500 Aussteller in St.Gallen Lösungen aus den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Der Fokus liegt dabei nicht auf Zukunftsvisionen, sondern auf Technologien, die bereits heute in der landwirtschaftlichen Praxis eingesetzt oder konkret erprobt werden.
Digitale Technologien im Praxiskontext
Zentraler Bestandteil des Schwerpunkts ist eine Sonderschau, die digitale Anwendungen entlang realer betrieblicher Fragestellungen zeigt. Thematisiert werden automatisierte Arbeitsprozesse, datenbasierte Entscheidungsmodelle, Sensorik sowie KI-gestützte Systeme zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung. Ziel ist es, den Nutzen digitaler Technologien für unterschiedliche Betriebsformen nachvollziehbar darzustellen.
Ein Beispiel dafür ist das Projekt Open Field Automation, entwickelt von der OST – Ostschweizer Fachhochschule gemeinsam mit der HAFL. Ein autonomes Gerät analysiert Drohnenaufnahmen, erkennt Pflanzen automatisch und bekämpft Unkraut gezielt mit Heisswasser oder Strom. Der Ansatz kommt ohne chemische Pflanzenschutzmittel aus und zeigt, wie digitale Systeme direkt in nachhaltige Produktionsmethoden übersetzt werden können.
Digitalisierung auch im Messebetrieb
Neben den Ausstellungsinhalten setzt die Messe selbst stärker auf digitale Werkzeuge. Ein neuer digitaler Geländeplan ermöglicht es Besuchern, Aussteller gezielt zu suchen, Standorte abzurufen und individuelle Rundgänge zu planen. Produktinformationen und Kontakte bleiben auch nach dem Messebesuch digital verfügbar.
Text: pd/red