Smartphone-Betrug: Ein Drittel der Schweizer bereits betroffen

Trotz eines ausgeprägten Sicherheitsgefühls ist Betrug über das Smartphone in der Schweiz weit verbreitet. Das zeigt eine Umfrage des Vergleichsportals bonus.ch unter mehr als 3500 Personen. Demnach war bereits rund ein Drittel der Bevölkerung mit einem Betrugsfall oder einem entsprechenden Versuch konfrontiert.
79 Prozent der Befragten fühlen sich grundsätzlich gut vor Betrug und Hacking geschützt. 17 Prozent geben an, sich «sehr gut geschützt» zu fühlen, weitere 62 Prozent «ziemlich gut». Gleichzeitig sieht sich jedoch gut jeder fünfte Nutzer als unzureichend abgesichert. Auffällig sind regionale Unterschiede: In der Westschweiz empfindet sich ein Viertel der Nutzer als schlecht geschützt, in der Deutschschweiz sind es 15 Prozent.
Die Wahrnehmung der eigenen Sicherheit hängt auch vom Alter ab. Jüngere Nutzer zeigen sich deutlich zuversichtlicher. Bei den unter 30-Jährigen halten sich nur 18 Prozent für ungenügend geschützt, während dieser Anteil bei den 50- bis 59-Jährigen auf 27 Prozent steigt.
Gleichzeitig zeigt sich, dass die Bedrohung real ist. Acht Prozent der Befragten wurden bereits Opfer eines Betrugs über das Smartphone, weitere 25 Prozent berichten von einem Betrugsversuch. Insgesamt betrifft das rund ein Drittel der Bevölkerung. Besonders hoch ist der Anteil in der Westschweiz mit 36 Prozent, gefolgt von der Deutschschweiz mit 33 Prozent. In der italienischen Schweiz liegt der Wert mit 22 Prozent deutlich tiefer.
Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt unterschiedliche Muster. Unter 30-Jährige sind häufiger direkt betroffen: 15 Prozent wurden bereits Opfer eines Betrugs. Bei den 30- bis 39-Jährigen ist der Anteil erfolgreicher Betrugsfälle mit acht Prozent tiefer, dafür berichten 31 Prozent von Betrugsversuchen. Das deutet auf eine höhere Sensibilität gegenüber solchen Angriffen hin.
Neben dem Thema Sicherheit beleuchtet die Umfrage auch die Nutzung neuer Technologien. Beim Mobilfunkstandard 5G bleibt die Begeisterung verhalten. 16 Prozent der Befragten stufen 5G als «sehr nützlich» ein, 29 Prozent als «ziemlich nützlich». Demgegenüber halten 38 Prozent die Technologie für wenig nützlich, fünf Prozent sogar für gar nicht relevant. Zwölf Prozent haben aktuell keinen Zugang zu 5G.
Auch hier zeigen sich Unterschiede nach Region und Alter. In der italienischen Schweiz wird 5G am positivsten bewertet, während die Zustimmung in der Deutschschweiz und der Romandie tiefer liegt. Jüngere Nutzer sehen klar mehr Nutzen in der Technologie als ältere.
Beim Thema Nutzung im Ausland dominiert weiterhin eine klassische Lösung. Mehr als die Hälfte der Befragten setzt auf Roaming. Alternative Optionen wie eSIM oder lokale SIM-Karten bleiben Nischenlösungen. Ein Drittel nutzt im Ausland ausschliesslich WLAN-Verbindungen, um Kosten zu vermeiden. Besonders jüngere Nutzer greifen häufiger auf flexible Lösungen wie eSIM zurück und verzichten eher auf klassisches Roaming.
Text: pd/red