Liechtenstein setzt auf KI in der Verwaltung

Liechtenstein setzt auf KI in der Verwaltung

Die Regierung Liechtensteins hat eine Strategie für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Landesverwaltung verabschiedet. Ziel ist eine effizientere, transparentere und bürgernahe Verwaltung.

Am 14. April 2026 hat die Regierung die KI-Strategie der Liechtensteinischen Landesverwaltung beschlossen. Sie soll den gezielten und verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung vorantreiben und gleichzeitig klare Leitplanken setzen.

Im Zentrum stehen vier Grundprinzipien. Der Einsatz von KI soll gesetzeskonform und ethisch erfolgen. Gleichzeitig bleibt der Mensch in der Verantwortung, KI dient als Unterstützung. Transparenz ist ein weiterer Pfeiler, indem Anwendungen gegenüber Mitarbeitern und Bevölkerung nachvollziehbar kommuniziert werden. Ergänzend wird ein Fokus auf Effizienz und Innovation gelegt, um die Qualität staatlicher Dienstleistungen zu erhöhen.

Breite Umsetzung in mehreren Bereichen

Die Strategie wird in vier zentralen Handlungsfeldern umgesetzt: Mensch, Organisation, Governance und Infrastruktur. Damit soll sichergestellt werden, dass KI nicht isoliert eingesetzt wird, sondern strukturiert und verwaltungsweit integriert ist. Ein Organisationskonzept regelt dabei Zuständigkeiten, Rollen und Abläufe innerhalb der Verwaltung.

Regierungschefin Brigitte Haas betont, dass dieser Ansatz eine ganzheitliche Weiterentwicklung der Landesverwaltung ermöglicht und breit abgestützt ist.

Überprüfung bis spätestens 2030

Die KI-Strategie ist bewusst als dynamisches Instrument angelegt. Aufgrund der schnellen technologischen Entwicklung soll sie regelmässig überprüft und angepasst werden. Ziele können verändert, priorisiert oder ergänzt werden.

Einen festen Gültigkeitszeitraum gibt es nicht. Spätestens bis 2030 ist jedoch eine grundlegende Überarbeitung vorgesehen. Dabei werden die strategischen Ziele überprüft und die definierten Handlungsfelder aktualisiert.

Text: pd/red

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