digitalswitzerland wird «swiyu-Ambassador»

digitalswitzerland wird «swiyu-Ambassador»

Das Bundesamt für Justiz hat digitalswitzerland als erste Organisation mit dem Label «swiyu-Ambassador» ausgezeichnet. «swiyu» ist der offizielle Markenname der geplanten staatlichen e-ID. Gleichzeitig kündigen digitalswitzerland und DIDAS eine vertiefte Zusammenarbeit an, um das entstehende e-ID-Ökosystem strukturiert weiterzuentwickeln.

Die Einführung einer staatlichen e-ID gilt als infrastrukturelles Grossprojekt der digitalen Schweiz. Neben technischen Fragen steht dabei vor allem die Akzeptanz bei Bevölkerung und Wirtschaft im Zentrum. Vor diesem Hintergrund wurde digitalswitzerland am jährlichen Partizipationsmeeting vom Bundesamt für Justiz (BJ) mit dem Label «swiyu-Ambassador» ausgezeichnet.

Das Label richtet sich an Non-Profit-Organisationen, die sich für die Etablierung der e-ID und entsprechender Anwendungen engagieren. Laut BJ würdigt die Auszeichnung den bisherigen Austausch sowie die Mitwirkung von digitalswitzerland beim Aufbau eines funktionsfähigen Ökosystems rund um die digitale Identität und die dazugehörige Wallet.

Parallel dazu werden die Rollen im entstehenden Ökosystem geschärft: Während digitalswitzerland als «Ambassador» auftritt, übernehmen DIDAS und die Digitale Verwaltung Schweiz (DVS) die Funktion als «swiyu-Orchestrator». Diese Rolle ist Organisationen vorbehalten, die Ressourcen für Koordination und Kompetenzaufbau bereitstellen.

Kooperation mit DIDAS

Zusätzlich haben digitalswitzerland und DIDAS eine neue Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Ziel ist es, Initiativen im Bereich digitale Identitäten und digitale Nachweise enger abzustimmen. Die Partner wollen dabei ihre jeweiligen Netzwerke und Fachkompetenzen bündeln. Digitalswitzerland greift künftig stärker auf die technische Expertise von DIDAS zurück, während DIDAS bestehende Plattformen und Veranstaltungsformate von digitalswitzerland nutzen kann.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der Aufbau eines sogenannten «swiyu-Launchpads». Dieses soll Akteure aus öffentlichem und privatem Sektor zusammenbringen, um konkrete Anwendungsfälle auf Basis der e-ID zu entwickeln. Angestrebt werden interoperable Lösungen und gemeinsame Standards, um isolierte Insellösungen zu vermeiden.

Das Launchpad befindet sich derzeit im Aufbau. Weitere Trägerorganisationen sollen in den kommenden Monaten eingebunden werden. Ob und wie rasch daraus breit genutzte Anwendungen entstehen, dürfte entscheidend dafür sein, ob die staatliche e-ID über ein regulatorisches Projekt hinaus zu einer tatsächlich genutzten digitalen Infrastruktur wird.

Text: pd/red

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