Kanton St.Gallen startet digitalen Gründungsservice «Startup-Guide»

Der Kanton St.Gallen digitalisiert den Weg zur eigenen Firma. Mit dem neuen Online-Portal «Startup-Guide» lassen sich Unternehmensgründungen und Handelsregistermutationen erstmals vollständig online abwickeln. Der Service richtet sich an Gründer und Unternehmer und soll Gründungsprozesse deutlich vereinfachen.
Über den «Startup-Guide» stehen digitale Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Geschäftsmodelle entwickelt oder überprüft und Businesspläne erstellt werden können. Vorlagen, Praxisbeispiele und strukturierte Informationen begleiten die einzelnen Phasen einer Unternehmensgründung. Zusätzlich bietet das Portal einen Überblick über Unterstützungsangebote, Services und das Startup-Ökosystem im Kanton St.Gallen.
Durchgängiger digitaler Prozess
Im Zentrum steht der digitale Gründungsschalter. Er vereint alle relevanten Schritte der Firmengründung in einem einzigen Online-Prozess. Erforderliche Dokumente werden rechtssicher erstellt, Unterschriften digital geleistet und die Anmeldung beim Handelsregister direkt übermittelt. Persönliche Behördengänge sind nicht mehr nötig. Auch Änderungen im Handelsregister bestehender Firmen können vollständig digital vorgenommen werden.
Digitalisierung als Standortfaktor
Der «Startup-Guide» ist Teil der kantonalen Strategie zur Förderung von Startups und zur Stärkung der Innovationskraft. Entwickelt und betrieben wird das Portal vom IFJ Institut für Jungunternehmen im Auftrag des Kantons St.Gallen. Das digitale Angebot ergänzt die bestehenden Beratungsstellen in Buchs, Rapperswil-Jona und St.Gallen.
Parallel arbeitet der Kanton am weiteren Ausbau digitaler Behördendienstleistungen. Gemeinsam mit dem SECO sowie den Kantonen Luzern und Zürich entsteht ein neues nationales Onlineportal für sämtliche Dienstleistungen des Handelsregisters.
Mit Initiativen in Bildung, Innovation und Digitalisierung will sich der Kanton St.Gallen langfristig als vernetzter Innovationshub positionieren. Dazu zählen unter anderem der geplante Campus Platztor der Universität St.Gallen sowie eine gemeinsame Professur der ETH Zürich und der Empa in St.Gallen.
Text: pd/red