IT-Sicherheit bleibt grösste Sorge der Schweizer Unternehmen

Eine aktuelle Umfrage von Cisco Schweiz zeigt, wo Schweizer Unternehmen zu Beginn von 2026 den grössten Handlungsbedarf sehen. IT-Sicherheit bleibt die zentrale Herausforderung, gleichzeitig gewinnt die digitale Souveränität stark an Bedeutung. Neun von zehn Unternehmen setzen zudem bereits heute Künstliche Intelligenz im Geschäftsalltag ein.
Befragt wurden 200 IT-Entscheider aus Schweizer Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Für 38 Prozent ist die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit aktuell die grösste Herausforderung. Dahinter folgen begrenzte IT-Budgets mit 33 Prozent sowie die Migration in die Cloud mit 32 Prozent. Auch der Fachkräftemangel und die Sicherung der digitalen Souveränität beschäftigen rund drei von zehn Unternehmen.
Digitale Souveränität rückt ins Zentrum
Besonders deutlich fällt das Ergebnis bei der Frage nach der digitalen Souveränität aus. 96 Prozent der befragten IT-Entscheider halten es für wichtig, dass die Schweiz die Kontrolle über ihre digitale Infrastruktur und ihre Daten behält. Der gleiche Wert zeigt sich auf Unternehmensebene. Fast die Hälfte der Befragten fordert dafür eine nationale Strategie. Weitere zentrale Hebel sind Investitionen in die lokale IT-Ausbildung sowie der gezielte Aufbau von Schweizer Hard- und Softwarekompetenzen.
«Die Ergebnisse zeigen klar: Schweizer Unternehmen wollen nicht nur sicher und effizient arbeiten, sondern auch souverän bleiben», sagt Chris Tighe, Geschäftsführer von Cisco Schweiz. Diese Faktoren seien entscheidend für Innovationskraft, wirtschaftliche Stärke und die Resilienz des Standorts Schweiz.
Kosten, Qualität und KI-Fähigkeit entscheiden
Bei der Auswahl von IT-Produkten bleiben klassische Kriterien relevant. Kosten und Return on Investment stehen für 39 Prozent der Befragten an erster Stelle, dicht gefolgt von der Produktqualität. Neu rückt jedoch die KI-Kompatibilität auf Rang zwei vor. Für ebenso viele Entscheider ist sie ein zentrales Kriterium bei Investitionsentscheiden.
«Jede IT-Entscheidung muss sich wirtschaftlich rechnen», sagt Matthias Wick, CTO von Cisco Schweiz. Gleichzeitig sei die KI-Fähigkeit entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der IT-Infrastruktur und damit auch für den langfristigen Wohlstand der Schweiz.
KI ist im Alltag angekommen
Die Umfrage zeigt klar: Künstliche Intelligenz ist in Schweizer Unternehmen keine Zukunftsmusik mehr. Rund 90 Prozent setzen KI bereits ein, etwa in der automatisierten Kundenkommunikation, in der Bilderkennung und Qualitätskontrolle oder in der Prozessautomatisierung. Mehr als 80 Prozent planen konkret den Einsatz sogenannter KI-Agenten oder arbeiten bereits damit. Über ein Drittel der Unternehmen geht davon aus, dass solche Agenten innerhalb eines Jahres mit Mitarbeitenden zusammenarbeiten werden.
Parallel dazu verschärft sich die Bedrohungslage im Bereich Cybersicherheit. Phishing, Ransomware und KI-gestützte Angriffe nehmen zu. Entsprechend hoch ist der Stellenwert von Netzwerksicherheit, Cloud-Schutz und Datenverschlüsselung, die von den Befragten als wichtigste Schutzmassnahmen genannt werden.
Zur Umfrage
Die Erhebung wurde im Auftrag von Cisco vom Marktforschungsinstitut OnePoll durchgeführt. Befragt wurden im Oktober 2025 insgesamt 200 IT-Entscheider aus Schweizer Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern. Die Umfrage erfolgte doppelblind und anonym.
Text: pd/red