Huber+Suhner baut für KI-Boom aus

Leistungsfähige Rechenzentren, vernetzte Bahnen und elektrische Fahrzeuge brauchen zuverlässige Verbindungen für Daten und Energie. Genau hier sieht Huber+Suhner langfristige Geschäftschancen. Am Kapitalmarkttag in Pfäffikon ZH erläuterte die Unternehmensleitung ihre strategischen Schwerpunkte in den drei Segmenten Industrie, Kommunikation und Transport.
CEO Urs Ryffel sieht das Unternehmen gut positioniert, um von diesen Entwicklungen zu profitieren. Die steigende Nachfrage nach Verbindungslösungen für KI-Anwendungen, die Elektrifizierung und höhere Sicherheitsanforderungen eröffneten attraktive Möglichkeiten. Gezielte Investitionen und ein breites Technologieangebot sollen die Grundlage für profitables Wachstum schaffen, erklärt er .
Besonderes Gewicht erhalten vier Wachstumsinitiativen: Rechenzentren, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, Bahnkommunikation und Elektrofahrzeuge. Als Zielgrösse nennt Huber+Suhner pro Initiative ein jährliches Umsatzpotenzial von mehr als 100 Millionen Franken und ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von über zehn Prozent.
Für das Geschäft mit optischen Schaltsystemen hat das Unternehmen bereits zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Die Produktions- und Lagerflächen wurden insgesamt vervierfacht, der Personalbestand an den beteiligten Standorten ausgebaut. Im polnischen Pisary sind neue Automatisierungslinien in Betrieb. Die Systeme ermöglichen es, optische Datenverbindungen gezielt zu schalten, und gehören zum Angebot für leistungsfähige Rechenzentren. Diese Entwicklungen dokumentiert die Präsentation zum Kapitalmarkttag.
Auch die inzwischen abgeschlossene Übernahme von Ingun erweitert das Geschäft. Der Anbieter hochpräziser Prüf- und Kontaktierungslösungen ergänzt das Technologieportfolio und stärkt die Möglichkeiten im Prüf- und Messbereich. Die Akquisition war deshalb ebenfalls ein Schwerpunkt des Kapitalmarkttags.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Huber+Suhner weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent und eine operative Gewinnmarge auf EBIT-Stufe zwischen 10,5 und zwölf Prozent. Die Prognose setzt voraus, dass Wechselkurse, Inflation, Konjunktur und geopolitische Konflikte das Geschäft nicht übermässig beeinträchtigen. Ein hoher Auftragsbestand stützt den Ausblick.