Hamerly startet mit 50 Bauunternehmen

Hamerly startet mit 50 Bauunternehmen
Die Hamerly-Gründerinnen Elaine Holl und Bianca Müller

Das Zuzwiler Start-up Hamerly will die Koordination auf Baustellen digitalisieren. Rund eineinhalb Monate nach dem Marktstart wird seine Bauprojekt-Managementsoftware bereits von 50 Unternehmen in Europa eingesetzt.

Die Idee für Hamerly entstand aus Erfahrungen im Baualltag. Bianca Müller führt ein eigenes Unternehmen für Wohnungsumbauten, Elaine Holl kennt die Branche durch das Bauunternehmen ihrer Eltern. Beide erlebten, wie schnell bei Bauprojekten Informationen verloren gehen, wenn zahlreiche Beteiligte und Subunternehmen koordiniert werden müssen.

Aufgaben werden nicht konsequent nachverfolgt, Mängel lassen sich im Streitfall nur schwer dokumentieren und ein Teil der Kommunikation läuft über verschiedene WhatsApp-Gruppen. Gerade bei grösseren Projekten mit zahlreichen Gewerken steigt damit der Koordinationsaufwand.

Fehlende Lösung selbst entwickelt

Auf der Suche nach einem digitalen Werkzeug für die Koordination fanden Holl und Müller nach eigenen Angaben keine Lösung, die ihren Anforderungen entsprach. Die beiden befreundeten Unternehmerinnen entschieden sich deshalb, selbst eine Bauprojekt-Managementsoftware zu entwickeln.

Hamerly bündelt verschiedene Funktionen auf einer Plattform. Die Software lässt sich als digitales Bautagebuch nutzen, ermöglicht die Dokumentation und Verwaltung von Mängeln inklusive Fotos und unterstützt die Koordination von Subunternehmen. Damit sollen projektbezogene Informationen zentral erfasst werden, anstatt sie über verschiedene Kommunikationskanäle zu verteilen.

Rund eineinhalb Monate nach dem Marktstart nutzen laut Hamerly bereits 50 Bauunternehmen die Software. Der Schwerpunkt liegt derzeit im DACH-Raum. Erste Abonnenten kommen jedoch auch aus weiteren europäischen Ländern.

Mehr als 4000 Bauprojekte als Ziel

Das Geschäftsmodell kombiniert ein Basis-Abo mit einer jährlichen Gebühr pro Projekt. In den kommenden Jahren wollen die Gründerinnen die Verbreitung deutlich ausbauen.

«Unser Ziel ist es, dass Hamerly in den nächsten zwei bis drei Jahren bei über 4000 Bauprojekten zum Einsatz kommt», sagt Mitgründerin Elaine Holl.

Finanziell wird das Start-up seit Beginn von einer stillen Investorin unterstützt. Müller arbeitet von der Schweiz aus für Hamerly, während Holl von Deutschland aus für Marketing und PR verantwortlich ist. Beide Gründerinnen bringen bereits Start-up-Erfahrung mit und haben zuvor jeweils ein eigenes Start-up gegründet.

Text: pd/red

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