CES 2026: Ostschweizer Start-ups im Rampenlicht

An der diesjährigen Consumer Electronics Show in Las Vegas zeigt sich die Schweiz einmal mehr als Hotspot für Deep-Tech-Innovationen. Unter dem Dach von swisstech sind 24 Schweizer Start-ups präsent. Besonders relevant aus Ostschweizer Sicht sind AI Tails und Ionic Wind, die es beide in die Finalrunde der Global Deep Tech Battle geschafft haben.
Die CES gilt als weltweit grösste Technologiemesse. Rund 140’000 Besucher aus Industrie, Forschung und Investorenkreisen treffen sich jährlich in Las Vegas, um neue Produkte, Trends und Technologien zu entdecken. Die CES 2026 läuft vom 6. bis 9. Januar.
Global Deep Tech Battle als internationales Schaufenster
Ein zentrales Element des Schweizer Auftritts ist die Global Deep Tech Battle. Insgesamt treten 48 Start-ups aus 12 Ländern in sechs Kategorien gegeneinander an. Neben Preisgeldern geht es vor allem um internationale Sichtbarkeit und Zugang zum globalen Innovationsnetzwerk von swisstech.
Unter den Schweizer Finalisten finden sich mehrere technologiegetriebene Jungunternehmen, darunter AI Tails und Ionic Wind. Beide stehen exemplarisch für die Bandbreite und Tiefe der hiesigen Deep-Tech-Szene.
AI Tails: KI für Tiergesundheit
AI Tails entwickelt KI-gestützte Lösungen für die Veterinärmedizin und Tiergesundheit. Das Unternehmen nutzt datenbasierte Modelle, um Gesundheitszustände frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Der Finaleinzug an der CES unterstreicht das internationale Interesse an Anwendungen, die künstliche Intelligenz mit realen medizinischen Fragestellungen verbinden.
Ionic Wind: Luftstrom ohne Rotoren
onic Wind verfolgt einen völlig anderen technologischen Ansatz. Das Unternehmen arbeitet an Festkörper-Luftstromtechnologie, die ohne bewegliche Teile auskommt. Statt Ventilatoren erzeugt ein elektrisches Feld den Luftstrom. Die Technologie gilt als leise, wartungsarm und potenziell energieeffizient, mit Anwendungen von Kühlung bis Luftreinigung. Auch Ionic Wind gehört zu den Schweizer Finalisten der Global Deep Tech Battle und sorgt damit international für Aufmerksamkeit.
Schweiz als Magnet für Deep Tech
Dass die Schweiz an der CES 2026 stark vertreten ist, überrascht nicht. Laut dem Swiss Deep Tech Report 2025 fliessen rund 60 Prozent des nationalen Venture-Capitals in Deep-Tech-Unternehmen. Die hohe Dichte an Forschung, Kapital und marktnahen Start-ups macht die Schweiz für internationale Investoren zunehmend attraktiv.
Text: pd/red