Breitbandausbau in Innerrhoden liegt vor dem Zeitplan

Breitbandausbau in Innerrhoden liegt vor dem Zeitplan

Der flächendeckende Ausbau der Breitbandinfrastruktur im Kanton Appenzell Innerrhoden kommt schneller voran als ursprünglich vorgesehen. Mehrere Ausbauetappen sind bereits abgeschlossen, der Projektabschluss wird nun früher erwartet.

Der Ausbau der Breitbanderschliessung im Kanton Appenzell Innerrhoden verläuft planmässig und teilweise beschleunigt. Wie das Amt für Wirtschaft mitteilt, konnten einzelne Arbeiten früher abgeschlossen werden als geplant. Die Projektleitung von Swisscom informierte Kanton, Bezirk Oberegg, Feuerschaugemeinde und Elektra Oberegg über den aktuellen Stand. Neu wird davon ausgegangen, dass das Gesamtprojekt bereits Ende 2027 abgeschlossen werden kann.

Viele Quartiere bereits erschlossen

In zahlreichen Bezirken und Quartieren sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Dazu zählen unter anderem Ried, Forren, Hoferbad, der obere und untere Gang, Rinkenbach, Rapisau, Kau sowie Teile von Appenzell Zentrum, Steinegg, Weissbad, Brülisau und Brenden. Die ersten zusätzlich nutzbaren Anschlüsse wurden je nach Gebiet zwischen Mitte 2024 und Mitte 2025 in Betrieb genommen.

In weiteren Regionen läuft aktuell die Akquisition oder die konkrete Planung. Dazu gehören unter anderem Jakobsbad, Gontenbad, Haslen sowie verschiedene noch nicht erschlossene Quartiere von Appenzell. Diese Gebiete sollen schrittweise bis spätestens 2027 angebunden werden.

Volksentscheid als Grundlage

Die Basis für das Projekt wurde im Frühjahr 2021 gelegt. Damals stimmten die Stimmbürger des Kantons Appenzell Innerrhoden und der Feuerschaugemeinde Appenzell je einem Beitrag von zwei Millionen Franken für den Ausbau der Breitbanderschliessung zu. Der Umsetzungsvertrag zwischen dem Kanton, der Feuerschaugemeinde Appenzell, der Elektra Oberegg und Swisscom wurde im Juni 2022 unterzeichnet.

Hohe Bandbreiten bis 2029

Ziel des Projekts ist eine flächendeckende, leistungsfähige Versorgung. Innerhalb der Swisscom-Ausbaugebiete sollen Wohnungen und Geschäfte bis spätestens 2029 Bandbreiten von bis zu 10'000 Megabit pro Sekunde erhalten. Ausserhalb dieser Gebiete sollen bis Ende 2028 rund 80 Prozent der ganzjährig bewohnten Liegenschaften mit mindestens 80 Megabit pro Sekunde erschlossen werden. Ergänzend ist eine Verbesserung der Mobilfunkabdeckung durch zusätzliche Antennenstandorte vorgesehen.

Glasfaseranschluss ohne Verpflichtung

Die Glasfasererschliessung erfolgt in zwei Phasen. Zunächst wird die Glasfaser bis in den Keller geführt, anschliessend erfolgt die Installation innerhalb der Gebäude. Für die Eigentümerschaft ist der Anschluss grundsätzlich kostenlos, sofern eine geeignete Rohrinfrastruktur vorhanden ist. Eine Anschlussverpflichtung besteht nicht, eine spätere Nacherschliessung ist jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Aktuelle Informationen zum Stand des Projekts stellt der Kanton unter www.ai.ch/breitbanderschliessung zur Verfügung. Zudem kann über www.swisscom.ch/checker geprüft werden, welche Internetgeschwindigkeit an einem bestimmten Standort verfügbar ist.

Tetx: pd/red

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