Zwei Digital-Start-ups im Rennen um den «Rohdiamanten»

Sechs Jungunternehmen stehen im Final des Startfeld Diamant 2026. In der Kategorie «Rohdiamant» treten mit Adminity und NewsQuant zwei Digitalprojekte aus St.Gallen und Graubünden an.

Der Startfeld Diamant rückt jedes Jahr junge Unternehmen aus der Ostschweiz ins Rampenlicht. Der Wettbewerb richtet sich an innovative Start-ups in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. In einem zweistufigen Verfahren werden zunächst sechs Finalisten bestimmt. Drei davon treten in der Kategorie «Diamant» für Unternehmen in der Wachstumsphase an, drei weitere in der Kategorie «Rohdiamant» für Projekte in der Ideenphase.

Im Wettbewerb um den «Rohdiamanten» setzen zwei junge Unternehmen auf digitale Technologien.

Adminity aus St.Gallen entwickelt eine Low-Code-Plattform für stark regulierte Branchen. Die von Florian Wahl und Leonardo Moretti gegründete Firma stellt standardisierte und skalierbare Entwicklungswerkzeuge bereit, die unter anderem im E-Government oder im Verteidigungsbereich eingesetzt werden können. Die Plattform verbindet bestehende IT-Systeme, orchestriert End-to-End-Prozesse und automatisiert Compliance-Anforderungen.

Ebenfalls im Final steht NewsQuant, ein derzeit im Aufbau befindliches Projekt aus Graubünden. Das Team um Himmet Kaplan kombiniert spezialisierte Sprachmodelle mit ökonomisch fundierten Bewertungsansätzen, um Rohstoffnachrichten in Echtzeit auszuwerten. Die Technologie analysiert, welche Ereignisse Märkte in der Vergangenheit beeinflusst haben, und ordnet neue Meldungen entsprechend ein. Zielgruppen sind etwa Supply-Chain-Manager, Energieversorger oder Lebensmittelproduzenten, die auf schnelle Einschätzungen angewiesen sind.

Im Mai präsentieren die Finalteams ihre Vorhaben vor der Jury. Die Gewinner werden am 3. Juni 2026 im Rahmen der Preisverleihung bekanntgegeben.

Text: pd/red