Unternehmensübernahme: Der Code zu moderner IT liegt in der Cloud

Durchschnittlich 20 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz müssen der St.Galler Nachfolge-Praxis zufolge in den kommenden fünf Jahren die Unternehmensnachfolge regeln. In etwa 70 Prozent der Fälle wird der Betrieb fortgeführt – sei es durch Verkauf oder Übergabe an die nächste Generation in der Familie. Dann beginnt meist ein Umgestaltungsprozess, bei dem auch die IT-Infrastruktur auf den Prüfstand gestellt werden sollte. Denn sie ist häufig in die Jahre gekommen, teuer und muss modernisiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Wer dabei auf marktführende Cloudlösungen setzt, kann mehrere Herausforderungen auf einmal meistern.

Vor allem in den zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) stellt der Generationenwechsel nach Angaben der St.Galler Nachfolgepraxis eine grosse Herausforderung dar. Wenn Unternehmensstrukturen analysiert und überarbeitet werden, ist es wichtig, die IT zu berücksichtigen, da fast alle Prozesse über sie ablaufen und sie deshalb eine Schlüsselrolle innehat. Ihre Modernisierung im Rahmen einer Unternehmensübernahme stellt jedoch Anforderungen, die mit denen bei einer Neugründung nicht vergleichbar sind. Denn mit der Auswahl und Einführung neuer Lösungen aus der Cloud ist die Arbeit nicht getan.

Anspruchsvolle Situation

Die IT-Landschaft in Firmen, die übernommen worden sind, ist oft «historisch gewachsen» und heterogen. Im Einsatz befinden sich eigene Server, die zum Teil aufwendig und kostenintensiv gewartet werden müssen. Bei der Unternehmenssoftware handelt es sich nicht nur um Standardlösungen, sondern auch um Individualprogrammierungen. Die Daten liegen in verschiedenen Systemen, Formaten und redundant vor. Darüber hinaus befinden sich vielfältigste Tools im Einsatz, welche die Anwender selber ausgewählt haben. Deren Nutzung ist zentral kaum zu steuern. Anwender müssen sich mit dem Einrichten von Accounts, der Konfiguration und wenn etwas nicht funktioniert, mit Troubleshooting beschäftigen. Dies gestaltet die Arbeit ineffizient, fehler- und risikoanfällig sowie frustrierend.

Soll auf neue Lösungen gewechselt werden, gilt es, die bestehenden Daten zu migrieren, die Prozesse anzupassen und die Anwender zu schulen. Trotz der hohen Komplexität dieser Aufgaben soll der Arbeitsalltag möglichst unterbrechungsfrei vonstattengehen. Nicht zuletzt sind die zeitlichen Ressourcen knapp – genau wie das Budget. Doch dies ist kein Grund, die IT-Landschaft nicht oder nur partiell zu modernisieren. Ein konsequenter Wechsel in die Cloud lässt sich systematisch gut bewältigen und bietet gewichtige Nutzenargumente.

Vorteile führender Cloudlösungen

Insbesondere marktführende Lösungen spielen ihre Vorteile aus. Sie vereinen verschiedenste im Businessalltag benötigte Anwendungen unter einer per Webbrowser erreichbaren Oberfläche. Dazu zählen Office Apps wie zur Textbearbeitung und Tabellenkalkulation, E-Mail-Dienste, Meeting Software und Kalender. Über diese lassen sich die dahinterliegenden Ressourcen nutzen, ohne die Software oder Hardware zu besitzen oder sich darum kümmern zu müssen. Es werden lediglich ein Endgerät und Internet benötigt. Lösungen für Sicherheit, digitale Signaturen, Projektmanagement sowie vielem mehr lassen sich nahtlos integrieren. Die Spanne reicht bis hin zu künstlicher Intelligenz. Ein weiterer Vorteil ist die zentrale Verwaltung der User und ihrer Berechtigungen. Das schafft nicht nur Übersicht, sondern ermöglicht auch höchste IT-Sicherheit, ohne dass dies für die Anwender mit Aufwand verbunden ist.

Bei der Auswahl und Konfiguration der passenden Lösungen, der Konsolidierung der IT und der Migration von Daten in die Cloud unterstützen zertifizierte vor Ort ansässige Partner, sodass Unternehmen unterschiedlichster Branchen während des laufenden Betriebes mit keinen oder minimalen Ausfallzeiten ihre IT-Infrastruktur professionell modernisieren können. Schulungen und Support versetzen Anwender in die Lage, direkt nach den neu definierten Prozessen zu arbeiten. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung beziehungsweise unternehmensinterne Administratoren haben beim Betrieb der Infrastruktur und deren Weiterentwicklung fachkundige Partner an ihrer Seite.

Bestens ausgerüstet in die Zukunft

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich Unternehmensentscheidern nach einer Übernahme dank fortschrittlicher Cloudlösungen sehr gute Möglichkeiten bieten, die IT-Infrastruktur nicht nur zu modernisieren, sondern gleichzeitig die digitale Transformation voranzutreiben und die Arbeit mit der IT auf ein neues Level zu heben: wartungsarm, effizient, sicher, kostengünstiger.

Dabei zahlt dies auch auf die Mitarbeiterzufriedenheit ein. Denn die User werden von lästigen Routinetätigkeiten befreit. Die Technologie eröffnet ihnen die Möglichkeit, jederzeit von überall und jedem Endgerät auf die benötigten Daten zuzugreifen sowie sich mit Kollegen und Partnern einfach auszutauschen. Die Cloud fungiert als Enabler für neue Arbeitsmodelle und das Unternehmen kann im sich verschärfenden «War for Talents» als Magnet auf junge Fachkräfte wirken. Die Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich auf erfolgsentscheidenden Ebenen.

Ishan Don, der Autor dieses Beitrags, ist Gründer und Geschäftsführer von StackWorks – einem Google Cloud Service Provider, der komplexe IT-Infrastrukturen durch einfache und sichere Cloud-Services ersetzt.