Schweiz weltweit führend bei KI-Talenten

Die Schweiz verfügt über die höchste Dichte an KI-Talenten weltweit. Das zeigt der aktuelle AI Index Report 2026 der Stanford University. Gemessen an der Bevölkerung gibt es hierzulande mehr KI-Forscher und -Entwickler als in jedem anderen Land.

Laut Bericht liegt die Schweiz mit rund 110 KI-Spezialisten pro 100’000 Einwohner klar an der Spitze. Dahinter folgen unter anderem Singapur und Schweden, während die USA deutlich zurückliegen.

Entscheidend ist dabei nicht die absolute Zahl, sondern die Konzentration. In absoluten Zahlen dominieren weiterhin grössere Länder wie die USA. Pro Kopf betrachtet hat die Schweiz jedoch eine deutlich höhere Dichte an Fachkräften im Bereich künstliche Intelligenz.

Diese Entwicklung bestätigt einen längerfristigen Trend: Die Schweiz positioniert sich zunehmend als Hochtechnologie-Standort mit starkem Fokus auf KI und Deep Tech.

Hochschulen und Tech-Konzerne als Treiber

Ein zentraler Faktor ist die enge Verzahnung von Forschung und Wirtschaft. Institutionen wie die ETH Zürich und die EPFL gehören zu den führenden Hochschulen Europas und bringen regelmässig KI-Start-ups hervor. Gleichzeitig betreiben internationale Technologiekonzerne zahlreiche Forschungsstandorte in der Schweiz, insbesondere im Raum Zürich.

Diese Kombination sorgt dafür, dass nicht nur neue Talente ausgebildet, sondern auch internationale Fachkräfte angezogen werden. Die Schweiz gehört zu den Ländern, die mehr KI-Talente gewinnen als verlieren.

Wettbewerb verschiebt sich

Der Stanford-Report zeigt auch eine Verschiebung im globalen Wettbewerb um KI-Talente. Die Anziehungskraft der USA hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen, während kleinere, spezialisierte Standorte wie die Schweiz an Bedeutung gewinnen.

Für Unternehmen und Investoren wird der Standort damit zunehmend attraktiv. Die hohe Talentdichte gilt als entscheidender Faktor für Innovation, insbesondere in forschungsintensiven Bereichen wie künstlicher Intelligenz.

Starker Fokus auf Deep Tech

Parallel dazu fliesst ein grosser Teil des Risikokapitals in der Schweiz in Deep-Tech-Start-ups, zu denen auch viele KI-Unternehmen zählen. Diese Spezialisierung stärkt die Position zusätzlich und sorgt dafür, dass Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte überführt werden.

Text: pd/red