RHEMA verzichtet auf Bancomat und setzt auf digitale Lösungen

Die RHEMA Rheintalmesse reagiert auf veränderte Nutzergewohnheiten und richtet ihre Infrastruktur stärker auf digitale Angebote aus. Neben neuen, flexibel buchbaren Schliessfächern verzichtet die Messe 2026 erstmals auf einen eigenen Bancomaten vor Ort.

Die Gewerbe- und Erlebnismesse findet vom 24. bis 26. April sowie vom 30. April bis 2. Mai 2026 auf der Allmend in Altstätten statt. Im Zentrum der Anpassungen stehen konkrete Massnahmen, die auf Effizienz und digitale Nutzung ausgerichtet sind.

Schliessfächer ersetzen klassische Garderobe

Im Partybereich führt die RHEMA ein neues Schliessfachsystem ein und ersetzt damit die bisherige Garderobenlösung. Die Fächer können online oder vor Ort gebucht, bargeldlos bezahlt und per Code oder Smartphone geöffnet werden. Besucher können während der gesamten Mietdauer jederzeit darauf zugreifen.

Die neue Lösung soll Wartezeiten reduzieren und den Bewegungsfluss insbesondere im Abendbetrieb verbessern. Unterstützt wird das Angebot durch Personal des Partners «schlüsselfach.ch», das bei der Nutzung vor Ort hilft.

Parallel dazu bleiben im Ausstellungsbereich die etablierten Schliessfächer der Mobiliar bestehen, die weiterhin kostenlos genutzt werden können. Diese stehen jedoch nur während der regulären Messezeiten zur Verfügung und sind im Unterhaltungsbetrieb nicht zugänglich.

Digitale Bezahlung ersetzt Bargeldbezug

Eine zentrale Veränderung betrifft den Zahlungsverkehr: Die RHEMA verzichtet 2026 bewusst auf die Installation eines temporären Bancomaten. Hintergrund ist der deutliche Rückgang der Bargeldbezüge in den vergangenen Jahren sowie die zunehmende Nutzung von Kartenzahlungen und mobilen Bezahllösungen.

Betreiber von Gastronomie- und Verkaufsständen wurden deshalb aufgefordert, neben Bargeld auch Kartenzahlungen und TWINT zu akzeptieren. Für die Messeleitung ist der Schritt Teil einer strategischen Anpassung an das veränderte Verhalten der Besucher.

Messeleiter Michael Dietrich bezeichnet den Entscheid als bewusstes Signal: Die RHEMA wolle gezielt dort investieren, wo der Nutzen für Besucher und Aussteller am grössten sei.

Text: pd/red