«ranQ» bringt Unternehmen in die Antworten der KI

Wer digital sichtbar bleiben will, muss künftig nicht nur bei Google, sondern auch in ChatGPT, Claude und Gemini vorkommen. Die St.Galler Cohaga AG lanciert mit ranQ nach eigenen Angaben das weltweit erste KI-Firmenverzeichnis und zeigt Unternehmen, wie sie Teil KI-generierter Antworten werden.

Nach einer erfolgreichen Finanzierungsrunde im März 2026 erreicht die Cohaga AG den nächsten Meilenstein: Mit «ranQ» lanciert das St.Galler Unternehmen eine Plattform, die Firmen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz zu mehr Sichtbarkeit verhelfen soll.

Der Hintergrund: Die Art und Weise, wie Menschen nach Informationen suchen, verändert sich grundlegend. Statt eine Suchanfrage bei Google einzugeben und anschliessend eine Liste von Links zu erhalten, wenden sich immer mehr Nutzer direkt an KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Gemini. Diese liefern auf konkrete Fragen unmittelbar formulierte Antworten.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass digitale Sichtbarkeit künftig nicht mehr allein von der Platzierung in klassischen Suchmaschinen abhängt. Entscheidend wird zunehmend auch, ob ein Unternehmen, seine Produkte oder seine Dienstleistungen in KI-generierten Antworten genannt, zitiert oder empfohlen werden.

Von SEO zu GEO

Hier setzt ranQ an. Die Plattform der Cohaga AG ist auf sogenannte Generative Engine Optimization, kurz GEO, ausgerichtet. Unternehmen können damit analysieren, wie sichtbar sie in KI-generierten Antworten sind und wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.

Während sich die klassische Suchmaschinenoptimierung darauf konzentriert, bei Google möglichst weit vorne zu erscheinen, verfolgt GEO ein anderes Ziel: Unternehmen sollen nicht bloss in einer Trefferliste auftauchen, sondern Teil der von einer künstlichen Intelligenz formulierten Antwort werden.

«Die meisten Unternehmen investieren nach wie vor fast ausschliesslich in ihre Google-Sichtbarkeit. Gleichzeitig verlagern sich Suchanfragen immer stärker zu KI-Systemen. Genau darauf wollen wir aufmerksam machen. KI-Sichtbarkeit wird künftig genauso wichtig sein wie klassisches SEO», sagt Fabio Mätzler, CEO der Cohaga AG.

Mehrere Hundert Unternehmen bereits dabei

Nach Angaben von Cohaga setzen bereits vor dem offiziellen Start mehrere Hundert Unternehmen auf ranQ. Für das St.Galler Unternehmen ist dies ein Hinweis darauf, wie rasch sich der noch junge Markt für KI-Sichtbarkeit entwickelt.

Begleitend zur Lancierung startet Cohaga in den kommenden Tagen eine Guerilla-Aktion. Diese soll im öffentlichen Raum und in den sozialen Medien auf den Wandel im Suchverhalten aufmerksam machen, überraschen und Diskussionen auslösen. Einzelheiten zur Kampagne will das Unternehmen beim offiziellen Start bekannt geben.