OST-Studenten entwickeln digitale Lösungen für Unternehmen
Studentinnen und Studenten des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der OST –haben gemeinsam mit Unternehmen aus der Ostschweiz verschiedene Digitalisierungs- und Technologieprojekte umgesetzt. Im Zentrum standen praxisnahe Lösungen für Industrie, Infrastruktur und Zusammenarbeit.
Über vier Semester hinweg entwickelten die Studenten marktfähige Konzepte, Prototypen und neue Geschäftsmodelle. Die Projekte entstanden direkt mit Industriepartnern und orientierten sich an realen Herausforderungen aus der Praxis.
Besonders stark vertreten waren digitale Plattformen und intelligente Technologien. Gemeinsam mit der Diethelm Aufzüge AG entstand etwa die sogenannte SmartBox, eine digitale Lösung zur Daten- und Sprachübermittlung in Aufzügen. Sie reduziert den Installationsaufwand, verbessert die Vernetzung und soll Lifte zu digitalen Informationszentren machen. «Die Studierenden haben praxisnahe Ansätze erarbeitet, und wir haben bereits begonnen, erste Ideen daraus umzusetzen», sagt Franz Diethelm, Leiter Verkauf bei Diethelm Aufzüge AG.
Zusammen mit der Elma Electronic AG entwickelten Studenten das Eingabeelement «Zense». Die berührungslose Lösung verbindet einen klassischen Drehschalter mit moderner Sensortechnologie und funktioniert ohne bewegliche Teile. Dadurch eignet sich das System insbesondere für hygienische oder technisch anspruchsvolle Umgebungen.
Ein weiteres Technologieprojekt entstand gemeinsam mit der Huber+Suhner AG in Herisau. Dabei entwickelten Studenten eine Sensorfaser, die Glasfasern als hochpräzise Sensoren nutzbar macht. Die Technologie eröffnet neue Möglichkeiten in der Infrastrukturüberwachung und in sicherheitskritischen Anwendungen.
Mit der WKK Kaltbrunn AG entstand zudem der «Collaboration Hub», eine digitale Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kunden. Projektdaten werden dabei zentral gebündelt, um Informationsverluste in komplexen Entwicklungsprozessen zu reduzieren.
Auch Nachhaltigkeit spielte bei mehreren Projekten eine zentrale Rolle. Für die Konvekta AG aus St.Gallen entwickelten Studenten ein modulares Kühlsystem für Rechenzentren. Die sogenannte Kühltüre nutzt Abwärme effizient weiter und soll so den Energieverbrauch senken.
Für die Vosch Electronic AG in Goldach entstand ausserdem ein Sustainable Business Tool, das Elektronikprodukte anhand von Umwelt-, Wirtschafts- und Lieferkettenrisiken analysiert. Ziel ist es, Unternehmen fundierte Grundlagen für nachhaltigere Entscheidungen zu liefern.
Die Projekte werden am 4. Juni 2026 ab 18 Uhr auf dem Campus St.Gallen der OST vorgestellt. Die Studentinnen und Studenten präsentieren ihre Arbeiten dabei in Kurz-Pitches.
Weitere Infos: ost.ch/industrieprojekte
Text: pd/red