OST-Projekt für KI-gestützte Produktionsplanung ausgezeichnet
Ein Forschungsprojekt der OST – Ostschweizer Fachhochschule zur KI-gestützten Produktionsdigitalisierung ist mit dem Anerkennungspreis der Stiftung FUTUR ausgezeichnet worden. Das Projekt soll kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu digitaler Produktionsplanung und -steuerung erleichtern.
Unter der Leitung von Sarah Ekanayake entwickelte ein interdisziplinäres Team das Projekt «Gen-AI zur Produktionsdigitalisierung». Hintergrund ist, dass viele KMU bei der Einführung klassischer Manufacturing-Execution-Systeme (MES) an hohen Kosten, langen Einführungszeiten oder fehlendem IT-Know-how scheitern.
Digitalisierung ohne tiefes IT-Wissen
Kern des Projekts ist das System iDIP. Die Low-Code-/No-Code-Lösung nutzt generative Künstliche Intelligenz, um die Digitalisierung von Produktionsprozessen zu vereinfachen. Ein Beratungs-Bot übersetzt Anforderungen aus der Produktion in technische Spezifikationen. Ein zweiter KI-Agent erstellt daraus direkt anpassbare Änderungen innerhalb der Systemumgebung.
Laut den Forschern können Produktionsmitarbeiter damit Digitalisierungsvorhaben selbst vorantreiben, ohne auf spezialisierte IT-Fachkräfte angewiesen zu sein. Der Implementierungsaufwand für KMU soll dadurch um 30 bis 40 Prozent sinken.
Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft
Am Projekt beteiligt waren das IPEK Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion sowie das ICAI Interdisciplinary Center for Artificial Intelligence der OST. Weitere Partner sind das ITEM Institute of Technology Management der Universität St.Gallen sowie die iDIP Solution AG.
Die Stiftung FUTUR zeichnet seit 2004 Forschungsprojekte aus, die einen besonderen Innovationsbeitrag für Wirtschaft und Gesellschaft leisten. Der Anerkennungspreis für das Projekt «Gen-AI zur Produktionsdigitalisierung» wurde am 11. Juni 2026 verliehen.
Text: pd/red