Meteomatics für Green Business Award nominiert

Das St.Galler Wettertechnologie-Unternehmen Meteomatics gehört zu den Nominierten des diesjährigen Green Business Award. Ausschlaggebend für die Nominierung ist das Wettermodell «EURO1k», das hochpräzise Wetterprognosen mit einer Auflösung von einem Kilometer liefern soll.

Der Green Business Award zeichnet Unternehmen aus, die ökologische Wirkung mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden. Hinter dem Preis stehen verschiedene Wirtschaftsorganisationen, der WWF sowie der Bund. Unternehmen können sich nicht selbst bewerben, sondern werden von sogenannten Scouts nominiert und anschliessend in einem mehrstufigen Verfahren bewertet.

Meteomatics entwickelt seit mehreren Jahren Wettertechnologien für Unternehmen und Behörden. Das Unternehmen mit Hauptsitz in St.Gallen kombiniert Wetterdaten, eigene Wettermodelle, APIs und sogenannte Meteodrones, die Wetterdaten aus tieferen Atmosphärenschichten erfassen. Weltweit nutzen laut Unternehmen inzwischen über 700 Organisationen die Dienstleistungen von Meteomatics.

Im Zentrum der aktuellen Nominierung steht das Wettermodell «EURO1k». Dieses berechnet Wetterprognosen für Europa mit einer räumlichen Auflösung von einem Kilometer und stündlichen Aktualisierungen. Laut Meteomatics sollen dadurch lokale Wetterereignisse präziser erkannt werden als mit gröber aufgelösten Modellen. Das Unternehmen verweist insbesondere auf Anwendungen in Bereichen wie erneuerbare Energien, Luftfahrt, Logistik oder Infrastrukturmanagement.

Präzisere Wetterprognosen gelten zunehmend auch als wirtschaftlicher Faktor. Unternehmen können damit etwa Energieproduktion, Transporte oder wetterabhängige Prozesse effizienter planen und Risiken reduzieren. Meteomatics spricht von Einsparungen und einer besseren Steuerung wetterabhängiger Abläufe.

Der Green Business Award wird seit 2019 vergeben. Die Hauptjury steht unter dem Vorsitz der ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard.

Text: pd/red