HSG Alumni beteiligt sich am HSG-Spin-off Studyond
Die Alumni-Organisation der Universität St.Gallen investiert in das HSG-Spin-off und ETH-Start-up Studyond. Die KI-gestützte Plattform bringt Studenten, Forscher und Unternehmen zusammen, um Abschlussarbeiten und Innovationsprojekte auf realen Fragestellungen aufzubauen.
Für viele Studenten ist die Suche nach einem geeigneten Thema für die Abschlussarbeit eine Herausforderung. Gleichzeitig verfügen Alumni und die Unternehmen, in denen sie tätig sind, häufig über konkrete Innovationsthemen, für deren strukturierte Bearbeitung intern Zeit oder Ressourcen fehlen. Genau hier setzt Studyond an.
Praxisfragen für Abschlussarbeiten
Über die Plattform können Alumni und Unternehmen reale Fragestellungen einbringen. Kommt ein Match zustande, bearbeiten Studenten diese Themen im Rahmen ihrer Abschlussarbeit mit wissenschaftlicher Methodik und analytischer Unabhängigkeit. Für Unternehmen entsteht dadurch ein niederschwelliger Zugang zu qualifizierten Talenten und wissenschaftlicher Expertise. Studenten profitieren im Gegenzug von praxisnahen Themen und einem direkten Austausch mit Industrieexperten.
Die Beteiligung von HSG Alumni ist Teil einer strategischen Partnerschaft. Ziel ist es, den Austausch zwischen Studenten und Alumni stärker zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis zu intensivieren.
«Die Plattform von Studyond schafft Mehrwert für beide Seiten – Studenten und Unternehmen. Auch für HSG Alumni ist die Partnerschaft ein perfekter Match, weil sie direkt auf ein wichtiges Ziel unserer Strategie 2030 einzahlt: einen lebendigen Austausch zwischen Generationen», sagt Daniel Knus, Geschäftsführer von HSG Alumni.
Mit der Beteiligung erhält Studyond auch strategische Unterstützung. Daniel Knus wird künftig im Advisory Board des Start-ups mitwirken und seine Erfahrungen aus der nationalen und internationalen Alumni-Arbeit einbringen.
Forschungsprojekt als Grundlage
Studyond-Mitgründer und HSG-Alumnus Dr. Philipp Wetzel sieht in der Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Plattform. «Studyond ist aus der Überzeugung entstanden, dass die besten Forschungsarbeiten dort entstehen, wo akademische Neugier auf unternehmerisches Erfahrungswissen trifft», sagt er.
Die Plattform geht auf ein hochschulübergreifendes Forschungsprojekt zurück, das von Innosuisse gefördert und gemeinsam von der Universität St.Gallen, der ETH Zürich und der OST – Ostschweizer Fachhochschule entwickelt wurde. An der Universität St.Gallen waren unter anderem Prof. Jan Marco Leimeister und Prof. Philipp Ebel an der Entwicklung beteiligt.
Für Ebel zeigt das Projekt exemplarisch, was heute gefragt ist: «Studenten wollen an realen Fragestellungen arbeiten – genau dafür braucht es strukturierte Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.»
Doppelte Verankerung als Spin-off
Heute ist Studyond offizielles HSG-Spin-off und anerkanntes ETH-Start-up. Für Mitgründer Daniel Nydegger, der bei Studyond für die Unternehmenspartnerschaften verantwortlich ist, liegt darin ein grosses Potenzial: «Viele Innovationsthemen entstehen heute in Unternehmen, bleiben aber aus Zeit- oder Ressourcenmangel intern liegen. Studyond ermöglicht es, solche Fragestellungen gemeinsam mit Studenten wissenschaftlich zu bearbeiten – und gleichzeitig Talente zu finden, die diese Themen langfristig weiterentwickeln können.»
Text: pd/red