Die reichsten Digitalunternehmer der Ostschweiz

Die «Bilanz» führt in ihrer Liste der «100 jungen Reichsten der Schweiz 2026» auch sechs Persönlichkeiten mit Ostschweizer Bezug. Zwei von ihnen haben ihr Vermögen ganz oder teilweise mit digitalen Geschäftsmodellen aufgebaut. Beide werden von der «Bilanz» in der Vermögenskategorie von 10 bis 20 Millionen Franken geführt.

Zu ihnen gehört Nimrod Malinas aus dem Kanton St.Gallen. Der 30-Jährige ist Gründer und Inhaber von Robonnement, einem Unternehmen, das Industrieroboter im Abonnement anbietet. Malinas übernahm 2020 die K. Lips AG in Altstätten, einen traditionsreichen Anbieter von Lackier-, Sandstrahl- und Oberflächentechnik. Daraus entwickelte er ein Geschäftsmodell, bei dem Unternehmen Roboter nutzen können, ohne diese selbst kaufen zu müssen.

Heute sind laut «Bilanz» mehr als 80 Lackier-, Service-, Transport- und Reinigungsroboter in der DACH-Region im Einsatz. Zu den Kunden zählen unter anderem Porsche, BMW, Mercedes-Benz und Schneider Electric. Als nächsten Schritt plant Malinas eine Plattform, über die Investoren Roboter finanzieren und an deren Erträgen partizipieren können.

Ebenfalls in der Kategorie von 10 bis 20 Millionen Franken führt die «Bilanz» Tobias Wolf. Der 37-Jährige ist Verwaltungsratspräsident der Wolf Storen AG im St.Galler Rheintal und Mitgründer von Online Doctor, einer Plattform für Teledermatologie. Diese hat laut «Bilanz» bereits rund 350'000 Patienten digitale Hautdiagnosen ermöglicht.

2024 verkaufte Wolf das St.Galler Healthtech-Unternehmen an den Medizinproduktehersteller Lohmann & Rauscher, blieb jedoch Mitglied des Verwaltungsrats. Heute ist er in der Geschäftsleitung von Air-Lux tätig. Das Unternehmen entwickelt grossformatige, rahmenlose Glasfassaden mit integrierter Lüftungs- und Dichtungstechnologie für hochwertige Architekturprojekte. Gleichzeitig präsidiert Wolf weiterhin die Familienfirma Wolf Storen.

Text: pd/red