Content-Marketing für KMU in Zeiten von KI
Wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Content-Marketing ihre Sichtbarkeit erhöhen und gleichzeitig Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll einsetzen können, stand im Zentrum der Veranstaltung «Gewerbe@OST» an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Rund um Fachreferate und Diskussion erhielten die Teilnehmer konkrete Impulse für die Praxis.
Sigrid Hofer-Fischer, Professorin für Marketing am ISM Institut für Strategie und Marketing an der OST, zeigte auf, worin sich Content-Marketing von klassischer Werbung unterscheidet. Während Werbung direkt Produkte oder Dienstleistungen bewerbe, setze Content-Marketing auf nützliche und relevante Inhalte für klar definierte Zielgruppen. Ziel sei es, Vertrauen aufzubauen und langfristige Kundenbeziehungen zu stärken. Entscheidend sei der Mehrwert der Inhalte – unabhängig davon, ob diese als Blogbeitrag, Newsletter, Video oder Podcast veröffentlicht würden.
Analyse mit der Hero-Hub-Hygiene-Matrix
Eine klare Strategie sei dabei zentral. Unternehmen müssten ihre Zielgruppen genau kennen, deren Informationsbedarf analysieren und Inhalte systematisch planen. Anhand der Hero-Hub-Hygiene-Matrix erläuterte Hofer-Fischer, wie Inhalte strategisch strukturiert werden können: «Hero Content» sorge für Aufmerksamkeit, «Hub Content» fördere die Bindung und «Hygiene Content» decke konkrete Informationsbedürfnisse ab. Hochwertige Inhalte verbesserten zudem die Auffindbarkeit in Suchmaschinen und stärkten die Position von KMU im Wettbewerb.
KI-Inhalte müssen zur Markenidentität passen
Alexander Fürer, Geschäftsleiter der Agentur FIVE & RDCL Human Centered AI und Referent an der OST, beleuchtete den Einsatz von KI im Marketing. KI könne Unternehmen bei Markt- und Konkurrenzanalysen unterstützen und die Erstellung von Text-, Bild-, Video- und Audioinhalten erleichtern. Dies spare Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig betonte er, dass KI-generierte Inhalte stets zur Markenidentität passen müssten. Eine einheitliche Tonalität und ein klarer Stil seien entscheidend.
Neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung gewinne zudem die sogenannte Generative Engine Optimization (GEO) an Bedeutung. Inhalte müssten so aufbereitet sein, dass sie auch in KI-gestützten Suchsystemen sichtbar seien. Strukturierte Inhalte, Frage-Antwort-Formate sowie transparente Angaben zu Autorinnen, Autoren und Quellen könnten die Sichtbarkeit erhöhen.
Text: Michael Breu
Bilder: zVg