Coachbetter holt 6,4 Millionen Franken - DFB steigt als Investor ein

Das Thurgauer SportTech-Start-up Coachbetter hat eine Pre-Series-A-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das entspricht rund 6,4 Millionen Franken. Neu beteiligt sich auch der Deutsche Fussball-Bund (DFB) als strategischer Investor. Gemeinsam wollen beide Seiten die digitale Infrastruktur für den Amateurfussball weiter ausbauen.

Coachbetter wurde 2018 gegründet und entwickelt eine Plattform für Sportvereine, die Trainingsplanung, Teammanagement und Kommunikation kombiniert. Coaches können damit unter anderem Trainingseinheiten erstellen, Spiele analysieren, Leistungsdaten auswerten und auf eine Bibliothek mit mehr als 700 Übungen und Fachinhalten zugreifen.

Zusätzlich unterstützt die Lösung Breitensportvereine bei administrativen Aufgaben sowie mit Trainingsprogrammen und Masterclasses für Trainer. Der Fokus liegt aktuell auf Fussball, grundsätzlich eignet sich die Plattform aber auch für andere Sportarten wie Tennis. Das Unternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter. Zu den wichtigsten Märkten zählen derzeit die USA, Australien und Deutschland.

Plattform wird weltweit genutzt

Nach Angaben des Unternehmens nutzen weltweit tausende Amateurvereine, nationale Verbände sowie Spitzenklubs wie Manchester City und Borussia Dortmund die Plattform. Zu den bisherigen Gesellschaftern gehören zudem prominente Persönlichkeiten aus dem internationalen Fussball, darunter Hansi Flick, Julian Draxler und Paul Lambert.

An der aktuellen Finanzierungsrunde beteiligten sich unter anderem die bestehenden Investoren Brighteye Ventures, Swiss Founders Fund und ZEN11 sowie erneut Hansi Flick, Paul Lambert und Julian Draxler.

Ausbau der Plattform geplant

Das Kapital soll insbesondere in den Ausbau des Teams und die Weiterentwicklung der Plattform investiert werden. Erkenntnisse aus dem Profifussball sollen dabei stärker in die Produktentwicklung einfliessen.

Mit dem Einstieg des DFB gewinnt Coachbetter zusätzlich einen strategisch wichtigen Partner. Gemeinsam arbeiten beide Seiten am Projekt «Digitale Vereinsheim», das Vereine, Ehrenamtliche und Mitglieder im Amateurfussball administrativ entlasten soll. Der DFB zählt über acht Millionen Mitglieder und mehr als 24’000 Vereine.

«Dass der DFB Gesellschafter wird, ist für uns ein klares Signal: Wir bauen die Plattform, auf der Fussball weltweit organisiert, trainiert und entwickelt wird. Deutschland ist der Startpunkt – die Ambition ist global», wird Patrick Patzig, Co-Founder und CEO von Coachbetter, in der Mitteilung zitiert.

Text: pd/red