AlpineAI sichert sich Millionen für «souveräne» KI
Das Davoser KI-Start-up AlpineAI hat in einer Seed-Finanzierungsrunde einen zweistelligen Millionenbetrag aufgenommen. Das Kapital soll den Ausbau der eigenen Plattform sowie die Expansion in die Schweiz und nach Europa ermöglichen.
AlpineAI wurde 2023 von einem Team aus der Schweizer KI- und Technologieszene gegründet. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für stark regulierte und sicherheitskritische Bereiche, darunter Gesundheitswesen, Behörden, Institutionen und Hochschulen. Im Zentrum steht eine Plattform, die auf offenen Sprachmodellen basiert und gleichzeitig volle Datenkontrolle gewährleisten soll.
Die Finanzierung wird von Swiss KMU Partners (SKP) angeführt, einem Investor mit Fokus auf wachstumsstarke Schweizer KMU und Technologieunternehmen. Ergänzt wird die Runde durch ein internationales Netzwerk von Tech-Investoren.
Ein zentrales Verkaufsargument von AlpineAI ist die Datenhoheit. Die Systeme werden ausschliesslich in zertifizierten Rechenzentren in der Schweiz betrieben. Damit sollen Kunden KI-Anwendungen nutzen können, ohne sensible Daten ausserhalb der Schweiz oder des europäischen Rechtsraums verarbeiten zu müssen.
Mit dem frischen Kapital will AlpineAI seine Produktpalette erweitern, den Marktausbau in der Schweiz vorantreiben und den Eintritt in zentrale europäische Märkte vorbereiten.
Daniel Rüdisüli, Partner und Mitinhaber von SKP, sieht grosses Potenzial: «Wir begleiten AlpineAI gerne bei diesem wichtigen Wachstumsschritt und sehen grosses Potenzial in der technologischen Ausrichtung sowie im Fokus auf Schweizer Qualität und Datenhoheit.»
Auch CEO und Gründer Pascal Kaufmann betont die strategische Ausrichtung: «AlpineAI und SKP teilen zentrale Schweizer Werte wie Qualität, Kompetenz und Unabhängigkeit. Künstliche Intelligenz bringt tiefgreifende technologische und gesellschaftliche Veränderungen mit sich, die gemeinsam gestaltet werden müssen.»