AlpineAI bringt KI in Zürcher Gemeindeverwaltungen
Das Davoser KI-Start-up AlpineAI hat einen wichtigen Auftrag im öffentlichen Sektor gewonnen. Das Unternehmen wird seine KI-Plattform künftig in Gemeinden und Städten des Kantons Zürich einführen. Ziel ist es, Verwaltungsmitarbeitern den sicheren und datenschutzkonformen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag zu ermöglichen.
Den Zuschlag erhielt AlpineAI im Rahmen des Projekts «Nutzung und Skalierung KI-Basisdienste» von egovpartner. Nach einer öffentlichen Ausschreibung entschied sich das Projektteam gemeinsam mit den beteiligten Pilotgemeinden für die Lösung des Schweizer Unternehmens. Die Einführung startet zunächst in drei Pilotgemeinden und soll anschliessend auf weitere Gemeinden und Städte im Kanton Zürich ausgerollt werden.
Die Plattform wurde speziell für den Einsatz in sensiblen Bereichen entwickelt. Laut AlpineAI bleiben sämtliche Daten in der Schweiz. Die Lösung erfüllt die Anforderungen an den Umgang mit vertraulichen und besonders schützenswerten Personendaten und richtet sich damit gezielt an Behörden und andere Organisationen mit hohen Datenschutzanforderungen.
Zum Start stehen verschiedene KI-Funktionen zur Verfügung. Dazu gehören ein Chatbot, die automatische Transkription von Audiodateien, eine KI-gestützte Suche auf Basis von Retrieval-Augmented Generation (RAG) sowie Übersetzungs- und Einfachsprache-Funktionen. Die Mitarbeitenden der Verwaltungen sollen dadurch administrative Aufgaben schneller erledigen und Informationen effizienter aufbereiten können.
Begleitet wird die Einführung durch ein Schulungsprogramm. Dieses soll sicherstellen, dass die Mitarbeiter die neuen Werkzeuge verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzen können. Der Rollout in den Pilotgemeinden soll im Verlauf des dritten Quartals 2026 abgeschlossen werden. Danach ist die Ausweitung auf weitere Gemeinden vorgesehen.
AlpineAI wurde 2023 gegründet und positioniert sich mit seiner Plattform SwissGPT als Schweizer Alternative zu internationalen KI-Anbietern. Das Unternehmen setzt dabei auf Datenhaltung in der Schweiz, hohe Datenschutzstandards und digitale Souveränität. Zu den Mitgründern gehören Vertreter von Schweizer Hochschulen und KI-Forschungseinrichtungen.
Text: pd/red